
Die Ernährung hat bei uns Menschen als auch bei unseren
Hunden eine entscheidende Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Nicht ohne Grund sagt man: „Man ist, was man isst“
Ich
hatte bei meinen Hunden immer das Gefühl, sie fressen das vorgesetzte Futter
nur um nicht zu verhungern. Da ich selber gutes Essen sehr schätze, taten mir
meine Kleinen immer ein wenig Leid. Sie sollten doch auch etwas zu essen
bekommen, was sie mögen. Mehr durch Zufall bin ich dann zu meinen ersten zwei
Büchern über Rohfütterung gekommen. Ich hab dann angefangen mich immer mehr mit
dem Thema Hundeernährung zu befassen. Dadurch habe ich mich dann auch über die
Zusammensetzung und Herstellung industrieller Hundenahrung zu informieren
begonnen. Ich bemerkte rasch, dass die meisten Futtersorten hauptsächlich aus
Getreide bestehen und der Fleischanteil sehr gering ist. Dazu kommt noch die
undurchsichtige Deklaration. Was z.B alles unter dem Begriff „Tierische
Nebenerzeugnisse“ zu verstehen ist, liess mich erschrecken!
Dann
werden all diese Zutaten zermahlen, hoch erhitzt und in die gewünschte Form
gepresst. Dazu kommen noch diverse Zutaten wie Konservierungsstoffe, Vitamine
und Mineralstoffe (denn die Natürlichen gehen bei dieser Prozedur kaputt),
Farbstoffe und nicht zuletzt Lockstoffe damit unser Liebling diese eklige
und ungeeignete Nahrung gerne frisst.
Glaubt
man aber der Werbung und vielen Tierärzten ist dies die beste und einzige
gesunde Nahrung für unsere Hunde. Ausserdem
ist es ja auch bequem. Tüte auf, Portion herausnehmen und dem Hund vorsetzen.
Obwohl Hunde schon mehrere tausend Jahre domestiziert sind, ist und bleibt ein Hund ein Carnivor. Also ein Fleischfresser. Sie haben ein Raubtiergebiss und keine Mahlzähne. Sie haben einen Verdauungstrakt welcher auf die Verwertung von Fleisch und Knochen ausgelegt ist und nicht auf Getreide.

Der Bedarf an pflanzlichen
Nahrungsbestandteilen ist sehr gering und wird bei wildlebenden Carnivoren
durch das Mitfressen des Magens gedeckt. Dieser enthält aber kaum Getreide
sondern teilweise verdaute Gräser, Früchte und Kräuter. Trotzdem besteht
Fertigfutter hauptsächlich aus Getreide!
Klar geht kein Haushund mehr selbst auf die Jagd nach seinem Fressen. Aber wir können ihn trotzdem artgerecht ernähren. Für diese Art der Fütterung wird oft der Begriff BARF benutzt. Er steht für Biologisch Artgerechte Roh Fütterung. Oft abgetan als sehr aufwändig und kompliziert. Zu Unrecht. Es gibt gute, einfach zu verstehende Bücher und unendlich viele Infos im Internet und mit ein wenig Übung und Organisation ist alles gar nicht so schwer! Es ist ausserdem möglich teilweise roh zufüttern, so wie ich das mache.
Meine Hunde erhalten nun am Morgen ein sehr hochwertiges Trockenfutter , mittags die rohen, fleischigen Knochen und am Abend Muskelfleisch oder Innereien mit Gemüse. Ausserdem haben sie einmal in der Woche einen Fischtag. Öfter steht ungewaschener Pansen auf dem Menuplan. Ein Festessen für Hunde!
Nach
der Umstellung meiner Hunde auf Rohfutter habe ich einige überaschende
Veränderungen festgestellt. Das Futter wird sehr gut verwertet, daher sind die
Kotmengen entsprechend gering. Keiner meiner Hunde hat noch Mundgeruch. Was
gerade bei kleinen Hunden doch immer wieder ein Thema ist. Zähneputzen und
Zahnsteinentfernen übernehmen nun die rohen Knochen.

Blähungen gehören fast
ganz der Vergangenheit an. Und das Allerbeste: Sie lieben ihr Futter!
2008 habe ich nun meinen ersten Wurf mit teilweiser Rohfütterung aufgezogen. Alle Welpen haben sich prächtig entwickelt.


Enya hat sich viel schneller als im Jahr davor von der Geburt erholt. Ausser dem sichtbaren Gesäuge hat weder die Geburt noch das Säugen der Welpen Spuren hinterlassen. Sie war schon vor der Welpenabgabe wieder topfit und zu wilden Verfolgungsjagden bereit.
Der
Tierarzt bescheinigte allen Welpen, wie auch den erwachsenen Hunden
hervorragende Gesundheit und Kondition.
Es
freut mich auch sehr, dass sich alle meine Welpenkäufer für die Rohfütterung
interessierten und auch teilweise die Hunde so weiter ernähren.